Sterne des Sports

In
der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion wird deutlich, dass
Gewaltpotential an Schulen zu einem zunehmenden Problem wird.
Kinder und Jugendliche hören auf die Schule zu besuchen,
boykottieren die angebotenen Inhalte, suchen nach Alternativen
unter Gleichaltrigen auf der Strasse und entziehen sich zunehmend
der gesellschaftlichen Einbindung und Auseinandersetzung.
Besonders so genannte verhaltensauffällige, meist auch gewaltbereite,
Kinder und Jugendliche werden daraufhin von den öffentlichen
Schulen ausgeschlossen und auf Sonderschulen verwiesen.
Schüler dieser Einrichtungen haben in der Gesellschaft nur
selten Rückhalt. Der Weg in öffentliche Strukturen,
z.B. zu Vereinen, eröffnet sich den Kindern und Jugendlichen
nicht mehr, Integration wird zunehmend schwieriger. Oft ist für
sie das einzig verbleibende Umfeld eine gesellschaftliche Randgruppe
mit gleichen Problemen und oftmals kriminellem Hintergrund.
Das Projekt „Tauchen statt Raufen" ist ein Gemeinschaftsprojekt
des Pilgerhauses Weinheim, einer Einrichtung der Kinder und
Jugendhilfe,
und dem TC Aqua e.V..
Sechs bis acht Kinder und Jugendliche aus dem Bereich der
teilstationären
Betreuung nehmen seit November 2003 am Tauchtraining des Vereins
teil.
Ziel des Projektes ist es, Kindern und Jugendlichen mit Problemen
im sozialen Verhalten einen adäquaten Umgang mit ihren Aggressionen
durch das Tauchtraining zu vermitteln. Es soll ein positives
Selbstwertgefühl
aufgebaut bzw. stabilisiert werden und potentielle Handlungs sowie
Verhaltensalternativen sollen von den Kindern und Jugendlichen
erfahren werden. Ferner sollen die Kinder in die bestehenden
Aktivitäten
des Tauchclubs nachhaltig integriert werden.
Der Partnersport Tauchen eröffnet den Beteiligten den
verantwortungsvollen
und respektierenden Umgang miteinander. Neben der sportlichen
Aktivität liegen entscheidende Lernmomente im Bereich von
Konzentration, Disziplin und Flexibilität. Entscheidend sind
zu vermittelnde Situations- und Selbsteinschätzungen. Zudem
wird den Tauchschülern vermittelt, dass im Wasser andere
physikalische Gesetzte gelten, die man erlernen muss, um sich
gefahrlos unter Wasser bewegen zu können.
Seit Juli 2004 wird das Projekt von Studenten der Fachhochschule
Heidelberg wissenschaftlich begleitet. Ein Projektbericht
liegt seit Mai 2005 vor, eine Diplomarbeit zum Thema wird im Mai
2006 folgen. Eine Auseinandersetzung mit Tauchen als
erlebnispädagogische
Maßnahme sowie dem Projekt „Tauchen statt Raufen“
ist bei taucherleben.de zu
finden.
Zeitungsberichte und Pressemitteilungen:
Verleihung
des Bronzestern (Weinheimer Nachrichten)
Preisverleihung
"Sterne des Sports" (Weinheimer Nachrichten)
Zeitungsbericht
in
den Weinheimer Nachrichten
"Tauchen
statt Raufen in Gefahr?" (Pressemitteilung)